[Prolog] Das Vermächtnis der Götter - Morkids Kinder



Prolog

„Sie ist was Besonderes!“
„Ich bitte dich Atlacom. Sie ist ein Mensch!! Sie ist sein Geschöpf!!
„Sonaja ich kann dich verstehen. Deine Kinder mussten am meisten unter ihm leiden.“
„Sie kennt und glaubt an uns. Sie verachtet ihren Schöpfer! Das musst du auch berücksichtigen.“
Sonaja legte die Stirn in Falten. Es möchte ja sein, dass diese junge Menschenfrau etwas Besonderes war, aber wenn sie für sie eine Ausnahme machten, mussten sie das dann nicht auch für andere? Sie konnte ihre Geschwister verstehen. Wenn sie wirklich diese Person war, auf die sie alle gewartet hatten, dann könnte es wieder ein Gleichgewicht geben. Nur wenn nicht, könnte es alles zerstören. Warum musste sie ausgerechnet an ihrem Wegpunkt stehen?
„Sonaja???“
„Ja, was habt ihr gerade gesagt?“ So in ihre Gedanken verstickt, hatte sie nicht bemerkt, dass ihre die anderen weiter diskutiert hatten.  „Also gut! Ich möchte jetzt eure Meinung wissen. Danach entscheide ich mich!“
„Du willst sie da noch länger umher irren lassen? Was wenn sie sie kriegen? Du weißt was sie dann erleiden muss!!!“
„Tirawenn beruhige dich. Egal wie ich mich entscheide ich werde nicht zulassen, dass ihr etwas geschieht. Nun ich höre?“
„Ich sehe als Chance. Wäre es mein Wegpunkt, wäre sie schon längst hier!“
Auch die anderen vier, Atlacom, Karesh, Frésalie und Orteck, waren dafür. Jetzt lag es allein an ihr. Sonaja verließ die große weiß-silberne Halle über die große Treppe in die Wohngemächer. Die Gemälde mit Ausschnitten aus der Geschichte beachtete sie gar nicht, sondern ging schnurstracks zu ihren Gemächern. Sie öffnete die mit Edelsteinen verzierte Tür und durchschritt den Besucherraum schnellen Schrittes. Der nächste Raum ist lichtdurchflutet, der Wind bewegt leicht die Vorhänge durch die offenen Türen zum Balkon. Sie wandte sich nach links zu einem kleinen säulenartigen Tisch über dem ein smaragdgrün-leuchtender Stein schwebte.  Sie legte die Hände ganz sanft auf den warmen Stein und schloss die Augen …

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